BannerbildBannerbildBannerbildAbschluss STADTRADELN 2020Neue_Bushaltestelle_WALA
WALA Seminaris Bad Boll Hotel Rehaklinik Bad Boll Institut Gemeinde GHV FH Bielefeld Ev. Akademie Bad Boll Heinrich-Schickhardt-Schule
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Projekt

 

Das Projekt gemeinsamweiterkommen wurde 2016 initiiert durch die WALA Heilmittel GmbH und die Evangelische Akademie Bad Boll. Schnell ließen sich weitere Partner gewinnen: die Gemeinde Bad Boll, das Institut Eckwälden, das Hotel Seminaris, die Reha-Klinik Bad boll, die Heinrich-Schickhardt-Schule, der Gewerbe- und Handelsverein und die Fachhochschule Bielefeld für die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts. Außerdem kooperieren wir mit dem Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur des Landkreises Göppingen.

 

Gemeinsam wollen die Bad Boller Kooperationspartner eine lokale Mobilitätswende durch überbetriebliches Mobilitätsmanagement und kollektive Lernprozesse initiieren. Denn die Verkehrswende braucht neben nachhaltigen Mobilitätsangeboten auch eine neue Mobilitätskultur. So leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Attraktivität unserer Unternehmensstandorte und zur Lebens- und Aufenthaltsqualität im Kurort.

 

Konkret sollen das Angebot im öffentlichen Nahverkehr und das Parkraum- und Gästeanreisemanagement verbessert und der Radverkehr gefördert werden. Ziel ist eine gute Erreichbarkeit des Standorts und eine Infrastruktur, die zum Radfahren einlädt.

 

Die Initiative hat sich 2017 mit ihrer Idee eines überbetrieblichen Mobilitätsmanagements beteiligt am "mobil gewinnt"-Wettbewerb des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die kreativsten Ideen für einen besseren und umweltschonenderen Berufsverkehr wurden im Dezember 2017 in Berlin ausgezeichnet. Das Konzept der Initiative gemeinsamweiterkommen aus Bad Boll hat einen von zwölf Hauptpreisen gewonnen und wurde dem BMVI zur Förderung vorgeschlagen.

 

Der Prozess der Antragstellung zog sich schließlich über das ganze Jahr 2018 hin. Schließlich bekamen wir im Februar 2019 drei Förderbescheide: 152.000 € für die Evangelische Akademie Bad Boll, 80.000 € für die Gemeinde Bad Boll und 44.000 € für die FH Bielefeld. Jeweils 20 % der Kosten sind von den Fördernehmern selbst zu tragen.

 

Stefan Weiland und Carmen Ketterl koordinieren im Auftrag der Evangelischen Akademie den Prozess in Bad Boll. Sie steuern den Gesamtprozess, führen Veranstaltungen durch und machen Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem beauftragt die Evangelische Akademie einen Dienstleister mit der Entwicklung eines Gästeinformationstools für die Partnerbetriebe und schafft ein Lastenfahrrad für das Projekt an. Die Gemeinde setzt ihre Fördermittel ein für den Bau einer Bushaltestelle und eines Radparkhauses. Die FH Bielefeld beschäftigt mit dem Fördergeld einen Doktoranden und studentische Hilfskräfte, die das Projekt begleiten und evaluieren. Zum 30. 09.2020 soll das Förderprojekt abgeschlossen sein.

 

Unser Angebot: Wir unterstützen Bürger*innen und Beschäftigte, die sich an einem spannenden Prozess beteilgen möchten. Dank der Förderung können wir Aktionen und Experimente umsetzen, die neue und andere Mobilitätsformen ausprobieren. Wir bringen Menschen zusammen, die die Zukunft der Mobilität in Bad Boll mitgestalten und heute schon konkrete Verbesserungen erreichen möchten. Wir bündeln die Interessen von Bürgerschaft und Betrieben und bringen sie ein im Landkreis und im Land. 

 

Unsere wichtigsten Ziele:

  1. Wirksame Strategien und übertragbare Ergebnisse zur Veränderung von Mobilitätsverhalten im ländlichen Raum

  2. Verbesserung der Erreichbarkeit der Standorte

  3. Geringere CO2- und andere Emissionen durch die von den Unternehmen induzierten Verkehre, gemeinsame Nutzung vorhandener Infrastruktur und stattfindender Verkehre.

 

An diesen Kriterien wollen wir den Erfolg des Projekts messen:

Bis zum Ende des Projektzeitraumes (September 2020) sind folgende Ziele erreicht und Maßnahmen umgesetzt:

  1. Bushaltestelle „Seminaris/WALA“ ist eingerichtet und wird von Linie 20 angefahren

  2. Eine sichere Fahrrad- und Pedelecabstellanlage ist an der Bushaltestelle „Reha-Klinik/Evangelische Akademie“ installiert

  3. Es besteht eine verlässliche Busanbindung nach Göppingen im Halbstunden-Takt

  4. Von allen Partnerunternehmen haben sich Mitarbeitende an den Befragungen der FH Bielefeld beteiligt

  5. Es haben mindestens 5 öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen in Bad Boll stattgefunden

  6. Mindestens 5 visionäre Kleingruppen wurden gebildet und diese haben konkrete Lösungsvorschläge erarbeitet

  7. Aus den Ergebnissen der Befragungen lässt sich eine messbare Veränderung des Mobilitätsverhaltens ableiten

  8. Reduktion der Wege, die mit dem PKW zurückgelegt werden um 10 % (Basis Befragungen FH Bielefeld