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WALA Seminaris Bad Boll Hotel Rehaklinik Bad Boll Institut Gemeinde GHV FH Bielefeld Ev. Akademie Bad Boll Heinrich-Schickhardt-Schule
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Projekt

 

Das Projekt gemeinsamweiterkommen wurde 2016 initiiert durch die WALA Heilmittel GmbH und die Evangelische Akademie Bad Boll. Schnell ließen sich weitere Partner gewinnen: die Gemeinde Bad Boll, das Institut Eckwälden, das Hotel Seminaris, die Reha-Klinik Bad boll, die Heinrich-Schickhardt-Schule, der Gewerbe- und Handelsverein und die Fachhochschule Bielefeld für die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts. Außerdem kooperieren wir mit dem Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur des Landkreises Göppingen.

 

Gemeinsam wollen die Bad Boller Kooperationspartner eine lokale Mobilitätswende durch überbetriebliches Mobilitätsmanagement und kollektive Lernprozesse initiieren. Denn die Verkehrswende braucht neben nachhaltigen Mobilitätsangeboten auch eine neue Mobilitätskultur. So leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Attraktivität unserer Unternehmensstandorte und zur Lebens- und Aufenthaltsqualität im Kurort.

 

Konkret sollen das Angebot im öffentlichen Nahverkehr und das Parkraum- und Gästeanreisemanagement verbessert und der Radverkehr gefördert werden. Ziel ist eine gute Erreichbarkeit des Standorts und eine Infrastruktur, die zum Radfahren einlädt.

 

Die Initiative hat sich 2017 mit ihrer Idee eines überbetrieblichen Mobilitätsmanagements beteiligt am "mobil gewinnt"-Wettbewerb des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die kreativsten Ideen für einen besseren und umweltschonenderen Berufsverkehr wurden im Dezember 2017 in Berlin ausgezeichnet. Das Konzept der Initiative gemeinsamweiterkommen aus Bad Boll hat einen von zwölf Hauptpreisen gewonnen und wurde dem BMVI zur Förderung vorgeschlagen.

 

Der Prozess der Antragstellung zog sich schließlich über das ganze Jahr 2018 hin. Schließlich bekamen wir im Februar 2019 drei Förderbescheide: 152.000 € für die Evangelische Akademie Bad Boll, 80.000 € für die Gemeinde Bad Boll und 44.000 € für die FH Bielefeld. Jeweils 20 % der Kosten sind von den Fördernehmern selbst zu tragen.

 

Stefan Weiland und Carmen Ketterl koordinieren den Prozess in Bad Boll. Sie steuern den Gesamtprozess, planen Aktionen, führen Gespräche und machen Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Für eine möglichst klimafreundliche Anreise der vielen Gäste, die Bad Boll und die Einrichtungen besuchen, haben wir eine Online-Plattform entwickeln lassen, die dem Gast bei seiner Anmeldung z. B. zu einer Tagung alle Möglichkeiten der Anreise nach Bad Boll aufzeigt und CO2-Emissionen, Kosten und Zeitaufwand gegenüberstellt. Ein Lastenfahrrad steht allen Partnern zur Verfügung um zu testen, welche Transporte, die bisher mit dem Auto gemacht wurden, ersetzt werden können. Die Gemeinde Bad Boll hat mit Fördermitteln eine zusätzliche Bushaltestelle für Pendler und Hotelgäste gebaut und ein altes Buswartehäuschen zu einem attraktiven Radparkhaus mit Schließfächern und Lademöglichkeiten umgebaut. Prof. Dr. Sebastian Bamberg und Philipp Rollin von der FH Bielefeld geben uns wichtige Impulse aus der sozialwissenschaftlichen Theorie, begleiten und evaluieren das Projekt. Zum 31.12.2020 läuft das Förderprojekt aus.

 

Aber es wird weitergehen, so viel steht schon fest. Wir stellen fest, dass sich der Aufwand lohnt. Die verkehrspolitische Stimmung verändert sich langsam zugunsten nachhaltigerer Mobilität. Wir sind inzwischen gut vernetzt und bekommen von Expertinnen und Experten, von anderen Mobilitätsprojekten und vielen interessierten und engagierten Menschen immer wieder neue Impulse. Und es gibt viele konkrete Anknüpfungspunkte für die Weiterarbeit in Bad Boll. Die Ideen gehen von einem gemeinsamen Parkraummanagement der Partner über eine Mobilitätsstation im Kur-Areal bis zur Unterstützung der Reaktivierung der Boller Bahn.

 

Unser Angebot bleibt: Wir unterstützen Bürger*innen und Beschäftigte, die sich an einem spannenden Prozess beteiligen oder selbst neue Erfahrungen mit nachhaltiger Mobilität machen möchten. Wir bringen Menschen zusammen, die die Zukunft der Mobilität in Bad Boll mitgestalten und heute schon konkrete Verbesserungen erreichen möchten. Wir bündeln die Interessen von Bürgerschaft und Betrieben und bringen sie ein im Landkreis und im Land. 

 

Projektziele

Unsere wichtigsten Ziele:

  1. Wirksame Strategien und übertragbare Ergebnisse zur Veränderung von Mobilitätsverhalten im ländlichen Raum

  2. Verbesserung der Erreichbarkeit der Standorte

  3. Geringere CO2- und andere Emissionen durch die von den Unternehmen induzierten Verkehre, gemeinsame Nutzung vorhandener Infrastruktur und stattfindender Verkehre.

 

An diesen Kriterien wollen wir den Erfolg des Projekts messen:

Bis zum Ende des Projektzeitraumes (Dezember 2020) sind folgende Ziele erreicht und Maßnahmen umgesetzt:

  1. Bushaltestelle „Seminaris/WALA“ ist eingerichtet und wird von Linie 20 angefahren

  2. Eine sichere Fahrrad- und Pedelecabstellanlage ist an der Bushaltestelle „Reha-Klinik/Evangelische Akademie“ installiert

  3. Es besteht eine verlässliche Busanbindung nach Göppingen im Halbstunden-Takt

  4. Von allen Partnerunternehmen haben sich Mitarbeitende an den Befragungen der FH Bielefeld beteiligt

  5. Es haben mindestens 5 öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen in Bad Boll stattgefunden

  6. Mindestens 5 visionäre Kleingruppen wurden gebildet und diese haben konkrete Lösungsvorschläge erarbeitet

  7. Aus den Ergebnissen der Befragungen lässt sich eine messbare Veränderung des Mobilitätsverhaltens ableiten

  8. Reduktion der Wege, die mit dem PKW zurückgelegt werden um 10 % (Basis Befragungen FH Bielefeld)